Preisträgerfilme 2026
Bei der Verleihung am 26. März 2026 in den zeise kinos wurden insgesamt sechs Teams bzw. Einzelpersonen ausgezeichnet oder lobend erwähnt:
The Impossibility of Survival as a Woman
9:16 Min., Thriller / Feminismus
Ein Film von Charlotte Bierhaus | Gymnasium Dörpsweg
Im Film geht es um die Statistiken rund um das Leben als Frau in unserer heutigen Gesellschaft. Von sexueller Gewalt zu Vergewaltigung, Abtreibung und Femiziden. All diese Aspekte wurden in Form von kurzen Clips dargestellt und durch eine Person durchgehend moderiert bzw. kommentiert.
Jury-Begründung von Antonia Breidenbach (Schauspielerin), Katharina Paul (Talentförderung, MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein), Sandro Togonidze (Regisseur) und Hendrikje Witt (Lehrerin und Kulturbeauftragte):
„Der Film überzeugt durch seine klare Haltung und eine präzise, sorgfältige Recherche. Besonders hervorzuheben ist die kreative und eindrucksvolle Inszenierung, die das Thema nicht nur sichtbar macht, sondern emotional erfahrbar werden lässt.“
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18:41 Min., Drama
Ein Film von Esa-Lu Lorenz, Nick Antonio Hempel, Camille Younan, Tobias Mader, Marcel S. Behrens und Anton Stein | Clipper Filmproduktion
Samir (20) ist Student, lebt mit seinem besten Kumpel in einer WG in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung. Alles scheint normal zu sein – bis er eines Tages die Aufforderung zur freiwilligen Ausreise erhält. Laut Behörden kann sein Aufenthaltstitel nicht verlängert werden.
Die Nachricht trifft Samir wie ein Schlag und all seine Träume scheinen sich in Luft aufzulösen. Doch als er es schließlich schafft, seinen Freunden davon zu erzählen, wird klar, dass sie ihn nicht einfach so gehen lassen werden.
Jury-Begründung von Antonia Breidenbach, Katharina Paul, Sandro Togonidze und Hendrikje Witt:
Die Filmexpert*innen lobten nicht nur die professionelle Umsetzung des Films, sondern auch die zurückhaltende und eindringliche Erzählweise. Den Filmschaffenden sei es gelungen, »sowohl die Leichtigkeit des Anfangs als auch die zunehmende Schwere der Situation spürbar zu machen.«
Tethered
6:55 Min., Sci-Fi/Cyberpunk
Ein Film von Jonas Steinbach, Robin Wurbs und Mika Schliemann
Im Jahr 2053 wurde das NeuroJack-Implantat erstmals vorgestellt. Ursprünglich für Polizei und Geheimdienste entwickelt, sollte das Gerät dazu dienen, Erinnerungen zu extrahieren und als Beweismittel zu speichern. Ein Jahr später begleiten wir einen jungen Mann, der das inzwischen verbotene Gerät für seine eigenen Geschäfte nutzt. Er sammelt Erinnerungen und verkauft sie anonym, je extremer, desto besser.
Jury-Begründung:
Die Jury lobte den Mut, einen Science-Fiction-Film zu realisieren: »Gerade vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen ist das Ergebnis bemerkenswert und zeugt von großer Leidenschaft und Innovationsgeist.«
Besser kein Popcorn
7:43 Min., Mystery
Ein Film von Lia, Johanna, Maila, Nora, Felix und Myla | Film Dir Einen
Drei Freundinnen geraten durch eine magische Mikrowelle in ein aufregendes Zeitreise-Abenteuer. Auf ihrer Reise müssen sie gemeinsam Herausforderungen meistern, um sicher in die Gegenwart zurückzukehren.
Jury-Begründung:
Die Jury war begeistert von dem Mystery-Kurzfilm, der im Rahmen des Ferienworkshops »Film Dir Einen« von den Schüler*innen Lia, Johanna, Maila, Nora, Felix und Myla umgesetzt wurde. Gelobt wurden vor allem die originelle Geschichte, die fantasievollen Kostüme und das stimmige, durchdachte Storytelling. »Der gezielte Einsatz von Technik und die überzeugenden schauspielerischen Leistungen tragen zu einem runden Gesamtwerk bei, das mit einem gelungenen Ende abschließt und das Publikum mit einem Lächeln entlässt.«
Der Publikumspreis ging an:
Liebe Ella
22:48 Min., Drama
Ein Film von Laura Vanessa Schultz, Linnja Teistler, Victoria Ziemer und Fabian Kacperowski
Ella verbringt eine Woche mit ihren drei besten Freundinnen im alten Ferienhaus ihrer Familie an der dänischen Küste. Zwischen einer Vielzahl schöner Momente und der Angst vor dem Erwachsenwerden findet sie das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter, die ebenfalls dort ihre Jugend verbrachte. Ella kennt ihre Mutter Nina kaum, da sie verstarb, als Ella noch ganz klein war. Zum ersten Mal fühlt sich Ella ihrer Mutter nahe, was einen wehmütigen Einfluss auf den Urlaub mit ihren Freundinnen entwickelt.
Lobende Erwähnung
Ein neues Leben
17:22 Min., Doku
Ein Film von Venus Hemmat
Die Jangdaehyun (JDH) Mittel- und Oberschule liegt am Stadtrand von Busan, Südkorea, und wurde vor knapp zehn Jahren gegründet. Rund 20 Schüler*innen besuchen die Schule – entweder selbst aus Nordkorea geflohen oder Kinder nordkoreanischer Geflüchteter. Das Internatsmodell setzt auf individuelle Förderung. Viele Jugendliche sind außerhalb Südkoreas aufgewachsen und haben Schwierigkeiten im leistungsorientierten Schulsystem, teils auch Erfahrungen mit Ausgrenzung gemacht. Der Film gibt Einblick in ihren Schulalltag sowie in die besonderen Bedingungen von Bildung und Integration.
Jury-Begründung:
»Ein berührender, kurzer Film und ein guter Überblick über die Situation und den Schulalltag vor Ort«, heißt es in der Jurybegründung.

Foto: Claudia Meiners

